Oberndorf / Hafen

 

Bezirke 61 / 62 / 63 / 51 / 52 / 53 / 54

Beschreibung des Planungsgebietes

 

Beschreibung

Der früher rein bäuerliche Vorort Oberndorf erfuhr bereits durch die Errichtung des Hauptbahnhofes und die ihm benachbart angesiedelten Industriebetriebe im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts einen außerordentlichen Strukturwandel. Seit 1919 gehört Oberndorf zur Stadt Schweinfurt. Der Dorfkern hat seine ursprüngliche bauliche Struktur erhalten und wurde saniert. Zur Strukturveränderung des Dorfes haben auch neue Wohn- und Gewerbegebiete im Norden und Westen des Altortes beigetragen.

Der Ortsteil wird durch zwei große Straßen in drei Einzelbereiche getrennt. Der westliche und der östliche Teil sind mit mehrgeschossigen Wohnhäusern sowie mit Einfamilienhäusern bebaut. Im Dorfkern und im Süden zur Stadtgrenze hin stehen meist Einzelbauten mit gemischter Nutzung deren baulicher Zustand zum Teil renovierungsbedürftig ist.

Der Hafen ist der westliche Teil eines Gewerbe- und Industriegebietes südlich des Mains. Die Bebauung besteht meist aus Gewerbeanlagen sowie aus großen Industriebetrieben. Wohnflächen sind im Rahmen der Gewerbebebauung in den einzelnen Betrieben vorhanden. Im Bereich 51 Hafen-Ost / Wehanlagen gibt es unter anderem durch eine Seniorenwohnanlage Anwohner. Wohngebiete befinden sich in diesem Stadtteil nicht.

Wohngebiet

In Oberndorf gibt es die Dr. Pfeiffer-Volksschule und die Pestalozzi-Schule Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Weiterhin gibt es im Stadtteil zwei Kindertageseinrichtungen der Pfarreien St. Josef und der Kreuzkirche. Der Anteil der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund beträgt 2024 in der Kita Kreuzkirche 80% (2019 66%), in St. Josef 42% (2019 52%). Der Familienstützpunkt Oberndorf ist an die KiTa St. Josef angegliedert und bietet als Ort der Familienbildung Treffs rund um die Themen Erziehung, frühkindliche Bildung, Familie und Kinder an. Hier können Eltern sich austauschen, vernetzen und Informationen sammeln. Für Kinder ist es ein Ort zum Spielen und erste Freundschaften knüpfen.

In Oberndorf wird Kinder- und Jugendarbeit durch die Gemeinden St. Josef und Kreuzkirche gewährleistet. Sportangebote werden durch den ansässigen Turnverein Schweinfurt-Oberndorf 1862 zur Verfügung gestellt. In der Turnhalle der Dr.-Pfeiffer-Volksschule gibt es zusätzlich noch Angebote weiterer Sportvereine.

Frei- und Spielflächen sind aufgrund des dörflichen Charakters ideal für Kinder, auch der Verein stellt Flächen zur Verfügung. Angebote, die sich speziell an Jugendliche richten, gibt es zu wenig und auch die Spiel- und Freiflächen sind eher auf die Bedürfnisse von Kleinkindern und Schulkindern ausgerichtet.

Gewerbegebiet

Teile im Nordwesten sowie im Südosten sind in Oberndorf sind als Tempo30-Zone ausgewiesen. Die restlichen Straßen unterliegen der Stadtbegrenzung von 50 km/h. Erschwerend kommt hinzu, dass in Oberndorf Durchgangsverkehr Richtung Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld herrscht und deshalb einige Straßen, wie die Ernst-Sachs-Straße, die Hauptstraße und die Engelbert-Fries-Straße, stark befahren werden. Diese Verkehrsituation schränkt vor allem die Bewegungsfreiheit der Kinder ein.

Die Anbindung an die Innenstadt besteht für den nördlichen Teil von Oberndorf durch die Stadtbuslinie Oberndorf, für den südlichen Teil besteht eine Anbindung durch die durchführende Buslinie Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld. Die Verbindungen zur Hauptverkehrszeit im 30-Minuten-Takt sind als eher schlecht zu beurteilen.

Der Bereich des Baggersees der sich dem Industriebereich anschließt ist eine schöne Naherholungs und Freizeitanlage im Stadtgebiet. Es gibt verschieden Sport-  und Spielbereiche, sowie Aufenthaltsbereiche für alle Altersgruppen.

Schweinfurt Süd – Industriegebiet

Der Bezirk Schweinfurt Süd (51) wird durch den Main von der eigentlichen Innenstadt abgetrennt und ist vorwiegend von gewerblichen Gebäuden bestimmt. Es handelt sich um den westlichen Teil eines Industrie- und Gewerbegebietes, das in den letzten 20 Jahren im „Hafen“ entstand. Als Wohngebiet hat der Bezirk 51 eine untergeordnete Roll. Wohnraum gibt es auf einzelnen Gewerbeflächen als auch für Personen im Pflegezentrum der Diakonie auf der Maininsel.

Im Gebiet Schweinfurt Süd (51) sind 2024 222 (vgl. 2018 235, 2008 221) Einwohner gemeldet. Von diesen sind 12 im Alter von 0-18 Jahre und 150 über 55 Jahre alt. Der Schwerpunkt auf Senioren in diesem Sozialraum kann auf die Seniorenwohnanlage des Diakonischen Werkes auf der Maininsel zurückgeführt werden. Für Betrachtungen in der Jugendhilfeplanbung ist dieses Planungsgebiet zu vernachlässigen.

Bevölkerungssituation im Planungsgebiet

Die Gebiete Oberndorf und Hafen machen 2024 mit 2.503 Personen (vgl. 2016 2482,2014 2489, 2010 2561, 2001 2474) 4,4% der Gesamtbevölkerung Schweinfurts aus, Oberndorf / Hafen ist das kleinste Planungsgebiet.
Die Gebiete Hafen, Baggersee und Maintal sind mit 16 gemeldeten Einwohnern im Rahmen der Beschreibung zu vernachlässigen.

Migration

2024 haben 903 von 2488 Personen (vgl. 2016 663 von 2482 Pers., 2014 603 von 2489) im Planunggebiet Migrationshintergrund, das sind 36,3% (vgl. 2014 24%) also gut ein Drittel der Bevölkerung Oberndorfs.
Der Ausländeranteil im Planungsgebiet Oberndorf/Hafen liegt bei 20,9% (vgl. 2014 12,1%) entspricht annähernd der Quote des Gesamtstadtgebiets mit 24,1% (vgl. 2010 11,7%). Der Anteil der Doppelstaatler beträgt 15,5% und liegt 3,3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Gesamtstadtgebiets.

Allgemein

Allgemein ist festzuhalten, dass das Gebiet Oberndorf bisher als intakter und sozial gefestigter Stadtteil beschrieben werden kann. Der Ausländeranteil liegt im Durchschnitt.
Speziell für die Kinder bieten Vereine, Kirchengemeinden und die Kommune zahlreiche Angebote an, für die Jugendlichen gibt es allerdings weniger Angebote. Die Verkehrssituation wirkt sich negativ auf den Stadtteil aus. Durch drei große und viel befahrene Straßen wird der Stadtteil in drei Teilbereiche getrennt, dadurch wird vor allem die Bewegungsfreiheit der Kinder eingeschränkt. Der Anteil der 35-55 Jährigen und der 55-75 Jährigen liegt über dem Durchschnitt des Stadtgebietes.