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Offener Jugendtreff "Kom,ma"

Umfeld der Einrichtung

Die Einrichtung liegt im Innenstadtbereich und grenzt direkt an den Kernbereich (Fußgängerzone) an. Die Ausrichtung liegt Richtung Westen, so dass die Einrichtung vom Gründerzeitviertel mit seinem hohen Anteil an Ausländerfamilien und dem hohen Kinderanteil gut zu erreichen ist.

Lage der Einrichtung

Der offene Bereich der Einrichtung befindet sich im ersten Stock des Dekanatszentrums und hat keinen separaten Zugang, sondern ist in das kirchliche Ämtergebäude integriert.

Einrichtung

Die Räumlichkeiten des Freizeitheims haben eine Gesamtfläche von ca. 500 qm, verteilt auf drei Stockwerke. Zur Zeit werden die Räume als Fitnessraum, Spielezimmer, Lernraum für Hausaufgabenbetreuung, Photostudio / Photolabor, Büro und Küche genutzt. Das Kernstück bildet jedoch der eigentliche Jugendtreff im 1. Obergeschoß, der mit Sitzgruppen, Stereo- und Lichtanlage, Billard- und Kickertisch, Tischtennisplatte, Darts, Thekenbereich und kleiner Sitztribüne ausgestattet ist. Drei Computer ergänzen das Angebot hinsichtlich "Playstation" und Internet.

Benutzerstruktur

Das „Stammpublikum“ besteht aus ca. 60-80 jungen Leuten im Alter von 12 bis 20 Jahren. Täglich besuchen etwa 35 - 50 Jugendliche die Einrichtung, so dass die Raumkapazität des „Offenen Treffs“ ziemlich ausgelastet ist. Der Großteil der Besucher setzt sich vorwiegend aus Türken, Deutschen, Spätaussiedlern und Jugendlichen aus weiteren acht Nationalitäten zusammen.

Beteiligung der Nutzer

Die Besucher sind mitverantwortlich für das Gelingen der Vorhaben. Sie werden an Entscheidungen soweit wie möglich beteiligt und haben die Gelegenheit, selbst Verantwortung zu übernehmen. Weiterhin werden die Jugendlichen nach ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eingebunden, z.B. beim Bemalen und Gestalten der Räume. Selbstverständlich wird auch den Wünschen nach spontanen Aktivitäten soweit wie möglich Rechnung getragen.

Projekte

Im Haus wird seit März 1995 eine Hausaufgabenbetreuung mit integrierter Nachmittagsbetreuung für Schüler aller Schulgattungen angeboten. 15 Honorarkräfte betreuen täglich in vier Gruppen bis zu 18 Kindern (ab 5. Schuljahr). 70 % der Schüler sind Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, Lernproblemen, ADHS oder kommen aus schwierigen sozialen bzw. familiären Verhältnissen, was widerum eine enge Vernetzung mit Schulen, Jugendämtern oder den jeweils betreuenden Institutionen voraussetzt.

Hausaufgabenbetreuung bedeutet in erster Linie „Hilfe zur Selbsthilfe“ und darf nicht mit Nachhilfeunterricht verwechselt werden. Die Hausaufgabenbetreuung findet täglich von Montag bis Freitag jeweils von 13.00 - 16.00 Uhr im 2. Stock des Dekanatszentrums statt.
In den Sommerferien werden Ferienspaßangebote (wie z. B. Rudern, Segelfliegen, Klettern, Kanufahren, Höhlenbegehung) durchgeführt. In unregelmäßigen Abständen können die Jugendlichen auch an Kursangeboten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und an Tunieren aller Art teilnehmen.

Problemsituation

Das Freizeitheim besitzt für Discos und größere Jugendveranstaltungen weder die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen noch adäquate finanzielle Grundlagen und ist darüber hinaus in ein Ämtergebäude (Dekanatszentrum) integriert. Deshalb können keine Tanzveranstaltungen, Discos und Konzerte angeboten werden.

Stand: Januar 2011

Handlungsbedarf

Das Wichtigste in der „Offenen Jugendarbeit“ sind neben möglichst in Stadtteilnähe gelegenen Jugendräumen, geeignete, lebenserfahrene Bezugspersonen, die von den Jugendlichen einerseits akzeptiert werden und die andererseits auch Werte vermitteln und Grenzen aufzeigen können. Menschen, die zwar nicht das Elternhaus ersetzen, die jedoch imstande sind, junge Menschen ein Stück ihres Weges zu begleiten. Davon gäbe es sicher genug - würden die entsprechenden finanziellen Mittel in ausreichendem Maße dafür zur Verfügung gestellt.