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Kinder- und Jugendtreff Deutschhof

Der in den Räumen der Pfarrei St. Maximilian Kolbe befindliche Offene Jugendtreff im Stadtteil Deutschhof, der seit August 2008 geschlossen war, ist seit Februar 2012 wieder geöffnet.
Ebenfalls in diesen Räumlichkeiten befindet sich der Kindertreff, der bereits seit Januar 2011 wieder in den Räumlichkeiten des Gemeindezentrums St. Maximilian Kolbe stattfindet. Das offene Angebot "Kindertreff" der Stadt Schweinfurt ist bereits seit Mitte der achziger Jahre im Stadtteil Deutschhof angesiedelt.

Umfeld der Einrichtung

Der Jugendtreff befindet sich in den Räumlichkeiten des katholischen Gemeindezentrums St.-Maximilian-Kolbe (Zugang von der Kurt-Schumacher-Straße). Er liegt zentral im Stadtteil Deutschof, der von ca. 600 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6-18 Jahren nicht nur als Wohn- sondern auch als Lebensmittelpunkt betrachtet wird.
Der Stadtteil ist durch gegensätzliche Wohn- und Sozialverhältnisse geprägt, die in der Vergangenheit des Öfteren zu Differenzen zwischen verschiedenen Parteien geführt haben.

Lage der Einrichtung

Die Einrichtung befindet sich am Rande einer Fußgängerzone und in unmittelbarer Nähe zur katholischen Kirche und zur Kindertageseinrichtung KIZ Maximilian Kolbe, die einen sehr hohen Anteil an Aussiedler-Kindern hat. Ebenfalls in der Nähe sind ein Minimalangebot an Einkaufmöglichkeiten und Versorgungseinrichtungen.
Im Gebäude werden unter anderem die katholische Bücherei und die Gruppenräume der katholischen Pfarrjugend betrieben. Der Vorplatz des Gebäudes ist ein beliebter Treffpunkt für Spätaussiedler-Jugendliche und junge Erwachsene.

Einrichtung

Bereits seit über zehn Jahren besteht das offene Angebot Jugendtreff am Deutschhof, seit Januar 2012 unter der Trägerschaft der Stadt Schweinfurt. 
Zwei Räume umfasst der Kinder- und Jugendtreff, der sich im Kellergeschoss des katholischen Pfarrzentrums befindet. Ein Raum mit ca. 60 qm bildet den offenen Bereich, der 20 qm kleine Nebenraum dient als Rückzugsbereich und soll in Zukunft für Gruppenaktionen genutzt werden. Ein Büro, das auch der Straßensozialarbeit vom Haus Marienthal zur Verfügung steht, liegt zwischen den beiden Gruppenräumen. Die Toiletten befinden sich im Erdgeschoss.

Besucherstruktur

Genutzt wird der Offene Jugendtreff von der Zielgruppe der 13- bis 17-jährigen Jugendlichen des Stadtteils, der Kindertreff wird von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren besucht. Die jugendlichen Besucher spiegeln die Bandbreite verschiedener nationaler Herkunft, wie sie am Deutschhof vertreten ist, wider. Neben Einheimischen sind vor allem deutsche Aussiedler aus den ehemaligen Sowjetrepubliken und Polen vertreten. Der Mädchenanteil im Jugendtreff liegt bei ca. 20 % bis 25 %, im Kindertreff etwa bei 50 %.

Beteiligung der Nutzer

Die Stammkundschaft soll in Zukunft durch Partizipation, Identifikation und Mitverantwortung, unter anderem auch für den offenen Betrieb sowie durch Mitbestimmung bei den wöchentlich bzw. monatlich stattfindenden Projekten, Veranstaltungen und Besprechungen eingebunden werden, um so ihren Sozialraum aktiv mitzugestalten.

Angebote

Der Jugendtreff versucht fehlende Raum- und Freizeitangebote für Jugendgruppen und einzelne Jugendliche im Stadtteil auszugleichen. Er wird vor allem als Alltags- und Gelegenheitstreff mit den Freizeitmöglichkeiten "Musik hören" und "Billard, Kicker und Tischtennis spielen" und weiterhin als Anlaufstelle für individuelle Problemlagen der jungen Leute genutzt.
Weitere Stadtteil-orientierte Struktur- und Freizeitangebote sind geplant und richten sich nach dem Bedarf der Jugendlichen, den Zielvorstellungen der Einrichtung und nach den Möglichkeiten der verschiedenen Kooperationspartner im Stadtteil (kirchliche Jugendarbeit, Straßensozialarbeit, Vereine etc.).
Die Öffnungszeiten des Treffes sind momentan Mittwoch und Donnerstag von 18 Uhr bis 21 Uhr. Der Kindertreff bietet Mittwoch und Donnerstag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr sinnvolle Freizeitaktivitäten in kreativen, musischen, hauswirtschaftlichen und erlebnispädagogischen Bereichen an. Ebenfalls können hierfür alle vorhandenen Einrichtungsgegenstände und sonstige Materialien des Jugendtreffs mitbenutzt werden.
Die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten sowie das fest eingeplante Fachpersonal für Kinder- und Jugendtreff werden im Sinne einer langjährigen, intensiven Begleitung bei der Entwicklung der Kinder hin zum Jugendalter als ein hilfreiches Mittel angesehen.