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Erzieherischer Jugendschutz

Aufteilung der Präventionsarbeit:

Zielsetzung

§ 14 SGB VIII - Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
(1) Jungen Menschen und Erziehungsberechtigten sollen Angebote des   erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemacht werden.
(2) Die Maßnahmen sollen

    1. junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zu Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigen-verantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmen-schen führen,
    2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte besser befähigen, Kinder und Jugendliche vor gefährdenden Einflüssen zu schützen.

Handlungsbereich

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz ist der zentrale Aufgabenbereich des präventiven Kinder- und Jugendschutzes überhaupt. Sein Handlungsfeld bezieht sich auf alle Einflüsse, die Kinder und Jugendliche potentiell gefährden. Neben Suchtverhalten entstehen Gefahren unter anderem auch durch Medien, Gewalt, Sekten, Psychogruppen und Aids. Mit seinen Angeboten zu den einzelnen Gefährdungsbereichen wendet er sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen: An Kinder und Jugendliche selbst, an Eltern und andere Erziehungsberechtigte,  an Lehrer, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte.

Arbeitsschwerpunkte

Die Kommunale Jugendarbeit ist schwerpunktmäßig präventiv in den Ge-fährdungsbereichen Gewalt und Medien tätig:

  • Jährliches Theaterprojekt an den Schweinfurter Schulen
  • Informationsabende für Eltern
  • Informationsabende für Kindergarten- und Hortleiter/innen
  • Informationsveranstaltungen für Lehrer/innen
  • Einzelberatung von Eltern
  • Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Jugend und Jugendschutz“

Internet

In Zukunft erscheint eine verstärkte Arbeit des Jugendschutzes im Bereich des Internets sinnvoll. Der Erzieherische Kinder- und Jugendschutz ist gefordert, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium Internet zu unterstützen. Auch die Auseinandersetzung bei Missbrauch, die Begegnung auf entwicklungsstörende Einflüsse sowie die Präventionsarbeit mit Eltern, Erziehern und Lehrern sind geeignete Ansatzpunkte. Gleichzeit sind die Chancen und positiven Möglichkeiten des Mediums herauszustellen und ein kreativer Umgang anzustreben. Schwerpunkte sollten weiterhin auch die beiden Bereiche Medienarbeit und Gewalt sein.

Methoden moderner Prävention

Moderne Prävention fasst heute nicht nur drogenspezifische Maßnahmen und Risikofaktoren ins Auge, sondern konzentriert sich auf die Suchtentwicklung und -ursachen. Sie setzt im Vorfeld süchtigen Verhaltens an und stellt schützende und stärkende Faktoren in den Mittelpunkt. Dazu gehören vor allem die Stärkung von Liebes- und Beziehungsfähigkeit, Selbständigkeit, Achtung und Ehrlichkeit, Kontaktfähigkeit, Erlebnisfähigkeit, Selbstsicherheit. Seelisch ausgeglichene Kinder mit einer ausgeprägten Identität und hohem Selbstwert haben als Heranwachsende und Erwachsene vermehrt die Chance, ihr Leben ohne Abhängigkeit zu bewältigen.

Einsatzbereiche

Aufgabenschwerpunkt ist es, die in Schweinfurt geleistete Erziehungs- und Betreuungsarbeit durch suchtpräventive Ansätze zu ergänzen. Die Konzentration liegt dabei auf strukturellen Maßnahmen. Vorhandene Ansätze und konkrete suchtpräventive Arbeit werden miteinander vernetzt. Hauptzielgruppe sind Multiplikatoren und Mediatoren. Die Einsatzbereiche erstrecken sich von der Koordination und Vernetzung der suchtpräventiven Ansätze über Öffentlichkeitsarbeit bis zur Arbeit mit den verschiedenen Bezugspersonen.