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Kinder- und Jugenderholung

Angebote

In § 11 Abs.3 Nr. 5 SGB VIII wird Kinder- und Jugenderholung als Schwerpunkt der Jugendarbeit definiert. In Schweinfurt führen der Stadtjugendring Schweinfurt und seine Jugendverbände seit vielen Jahren eine große Zahl von Angeboten der Kinder- und Jugenderholung durch. Die Angebote sind an verschiedene Alters- und Zielgruppen gerichtet. Darüber hinaus bieten die örtlichen Wohlfahrtsverbände während der Sommerferien Stadtranderholungen für Kinder an.

Gegenpol zur "Verinselung"

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen wird zunehmend geprägt von einer Verinselung der Freizeit und einer fortschreitenden Individualisierung von Lebenslagen. Das Angebot an Kinder- und Jugendfreizeiten des Stadtjugendrings und seiner Jugendverbände sorgt hier für hilfreiche Gegenerfahrungen.

Ziele und Methoden

Im Vordergrund der Maßnahmen steht das Ermöglichen von Gemeinschaftserfahrungen und Gruppenerlebnissen. Das persönliche Erfahren und das aktive Tun spielen dabei eine wichtige Rolle. Daneben sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten der TeilnehmerInnen ein weiterer wichtiger Aspekt der Ferienfreizeitmaßnahmen. Nicht Konsumieren einer lückenlos geplanten Freizeit, sondern Mitbestimmung und Mitgestaltung bei der Programmplanung und Durchführung ist das Ziel. Damit erfüllen die Kinder- und Jugendfreizeiten eine wichtige Entwicklungsaufgabe hinsichtlich der Stärkung des Selbstwertgefühls und der Ausprägung von Selbstbewusstsein bei den TeilnehmerInnen. Weiterhin werden durch die Freizeitmaßnahmen Bildungsinhalte transportiert. Durch die gezielte Beschäftigung mit Themen und kreativ-gestalterischen Möglichkeiten haben die TeilnehmerInnen die Chance, neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben. Dazu gehören beispielsweise ein bewussterer Umgang mit der Natur oder das Kennenlernen anderer Kulturen.

Weitere Ziele

Weitere Ziele der Ferien- und Freizeitmaßnahmen sind:

  • Möglichkeit des Umgangs mit Konflikten in Gruppen und Erproben friedlicher Konfliktlösungsstrategien
  • Ermöglichung kostengünstiger Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
  • Antwort auf die Sehnsucht vieler Kinder und Jugendlichen nach Abenteuer und spontanen Erlebnissen in einer „verregelten Welt“
  • Übernahme sozialer Verantwortung

Problemsituation

Die Jugendorganisationen können mit ihrem Angebot an Ferienfreizeiten nicht in wirtschaftliche Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern von Kinder- und Jugendreisen treten. In Zukunft sollte die pädagogische Kompetenz der ehrenamtlichen FerienbetreuerInnen und die Ziele der Freizeitmaßnahmen stärker hervorgehoben werden. Dafür bedarf es vor allem größerer Anstrengungen im Bereich der Qualifizierung und Fortbildung der ehrenamtlich tätigen JugendleiterInnen. Auch sollte weiterhin darauf geachtet werden, dass das Anbieten möglichst kostengünstiger Freizeiten als eine starke soziale Komponente des Engagements der Jugendverbände erhalten bleibt. Über die Förderung des ehrenamtlichen Engagements als BetreuerInnen von Freizeiten für Kinder und Jugendliche leisten die Jugendorganisationen weiterhin einen Beitrag zur sozialen Teilhabe und zur Förderung der Solidarität in der Gesellschaft.