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Suchberatung der Diakonie

Rechtsquelle

Die Angebote der Beratungsstelle werden aus Mitteln des Bezirks Unter-franken und Eigenmitteln des Trägers finanziert.

Maßnahmeart

Beratung von Kindern, Jugendlichen, Eltern oder anderen Erziehungsbe-rechtigten im Hinblick auf Probleme im Zusammenhang mit dem Konsum von Suchtmitteln durch Beratung, Vermittlung sowie Gruppenangebote.

Träger / Amt

Diakonisches Werk Schweinfurt e.V.

Klientel

Die Beratungsstelle steht Hilfesuchenden mit Alkohol-, Medikamenten oder Drogenproblemen offen. Von den längerfristig betreuten Klienten waren 1998 105 junge Menschen im Alter bis zu 25 Jahren; davon 15 Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren.

Veränderung der Klientel:

  • durch das Aufkommen der sogenannten Partydrogen (Ecstasy, LSD, Aufputschmittel) konsumieren mehr Jugendliche illegale Drogen, die mitunter zu erheblichen gesundheitlichen und psychischen Schädigungen führen;
  • das Suchtmittel-Konsummuster vieler jugendlicher Aussiedler unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Erfahrungen. Offensichtlich konsumieren viele dieser Jugendlichen in einem sehr frühen Alter (zum Teil schon ab 14 Jahren) Heroin mit schneller Dosissteigerung.

Beschreibung / Allgemeine Zielsetzung

Hilfen zur Erreichung eines suchtmittelfreien Lebens

Rahmenbedingungen

Die Beratungsstelle verfügt über 5 Beratungszimmer für Einzelberatungen,2 Gruppenräume, 1 Sekretariat, 1 Wartezimmer und 4 Toiletten.

Personal

1 Diplom-Psychologin, 4 Diplom-Sozialpädagoginnen, 1 Verwaltungskraft

Inhalte und Methoden

Einzel-, Familien- und Gruppengespräche, ambulante Entwöhnungsbehandlungen. Beratung in Einzel- und Familiengesprächen. Vermittlung zur Entgiftung. Ein Gruppenangebot speziell für junge Suchtkranke. Eltern drogenabhängiger Jugendlicher haben die Möglichkeit, eine fachlich betreute Gruppe zu besuchen.

Handlungsbedarf

Angebote nach § 29 - soziale Gruppenarbeit

Speziell für suchtgefährdete Jugendliche, die möglicherweise auch wegen ihres Konsums polizeilich oder gerichtlich bekannt geworden sind, sollte soziale Gruppenarbeit zur Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen angeboten werden.

Angebote nach § 35 - intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

Insbesondere für die jugendlichen heroinabhängigen Aussiedler, sollten neben möglichen stationären Entwöhnungsbehandlungen auch verstärkt Maßnahmen der Jugendhilfe angeboten werden. Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus Familien von Suchtkranken Angebote der Jugendhilfe zur Aufarbeitung familiären Belastungssituation.