Frühförderung Caritas
Träger / Amt
Caritas Schulen - gGmbH Würzburg
Frühförderstelle der Caritas - Außenstelle Schweinfurt
Kesslergasse 2
97421 Schweinfurt
09721/4741002
Rechtsquelle
Rahmenvereinbarung vom Freistaat Bayern, den Gebietskörperschaften und einzelnen Trägern. Der Bedarf an Frühförderung muss vom Arzt festgestellt bzw. bestätigt werden. Derzeit wird ein neuer Vertrag ausgehandelt.
Klientel
Kinder, etwa ab dem 3. Lebensjahr, bis zum Schuleintritt, bei denen ernsthafte Entwicklungsrückstände vorliegen oder Kinder die von einer Sprachbehinderung betroffen oder bedroht sind.
Beschreibung / Allgemeine Zielsetzung
Vorbeugung einer drohenden Behinderung, Beseitigung oder Milderung der Folgen einer vorhandenen Behinderung und Entwicklungsrück-ständen. Im Bedarfsfall Vorbereitung der Kinder auf die teilstationäre Schulvorbereitende Einrichtung für Sprachbehinderte der JKD-Schule.
Rahmenbedingungen
Bei der Frühförderung handelt es sich um Maßnahmen, die von den Eltern betroffener Kinder kostenlos in Anspruch genommen werden können.
Die Frühförderstelle ist der Julius-Kardinal-Döpfner-Schule, Schule zur individuellen Sprachförderung angegliedert. Von den derzeit etwa 100 zur Verfügung stehenden Plätzen werden aus der Stadt Schweinfurt bis zu 25 Plätze belegt. Die übrigen Plätze verteilen sich auf die Außenstellen Haßfurt und Gerolzhofen. Das Einzugsgebiet umfasst die Stadt Schweinfurt sowie die Landkreise Schweinfurt und Haßberge, in einigen Fällen auch Main-Spessart, Bad Kissingen, Bamberg und Kitzingen. Die Kinder werden in der Regel einmal pro Woche im Rahmen der Einzelförderung in der Einrichtung betreut. Kontakte im Haushalt der Eltern finden nur in Ausnahmefällen statt.
Personal
Das Personal der Frühförderstelle setzt sich aus Sozialpädagogen und Heilpädagogen zusammen. Unterstützend ist ein Dipl.-Psychologe beschäftigt, der Teambesprechungen anleitet und individuelle Diagno-stik und Therapie anbietet.
Inhalte und Methoden
Die Kinder werden je nach Art ihrer Beeinträchtigung immer in kindgerechter Form, meist spielerisch gefördert. Im Vordergrund steht der Abbau von Entwicklungsrückständen und Fehlentwicklungen. Die sprachlichen und die sprachbildenden Fähigkeiten werden angeleitet. Methodisch wird mit Spielförderung, Artikulationstherapie, myofunktioneller Therapie, Stottererbehandlung, Förderung der Grob- und Feinmotorik und vielen anderen Mitteln gearbeitet, um die Persönlichkeit und Kommunikationsfähigkeit der Kinder zu entfalten. Dabei wird die intellektuelle Reife ebenso beachtet wie die emotionalen und sozialen Bereiche.
Die Elternarbeit ist unabdingbarer Teil der Arbeit, um die Eltern zu pä-dagogisch angemessener Mitarbeit anzuleiten, ihnen aber auch in ihrer eigenen Betroffenheit hilfreich zur Seite zu stehen. Die Frühförderung kooperiert aktiv mit Ärzten, Ergotherapeuten, Kindergärten und allen Institutionen, die mit den betroffenen Kindern fachlich zu tun haben.
Handlungsbedarf
Impulse: Die Finanzierung der Frühförderung erfolgt durch Sozialhilfe- und Krankenkassenmittel sowie staatliche Zuschüsse. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Rahmenvereinbarungen auf die Frühförderstelle bzw. deren Arbeitsbedingungen auswirken werden.

