Seite drucken

Oberndorf / Hafen

Bezirke 61 / 62 /52

Beschreibung des Planungsgebietes

Beschreibung

Der früher rein bäuerliche Vorort erfuhr bereits durch die Errichtung des Hauptbahnhofes und die ihm benachbart angesiedelten Industriebetriebe im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts einen außerordentlichen Strukturwandel. Seit 1919 gehört Oberndorf zur Stadt Schweinfurt. Der Dorfkern hat seine ursprüngliche bauliche Struktur erhalten und wurde saniert. Zur Strukturveränderung des Dorfes haben auch neue Wohn- und Gewerbegebiete im Norden und Westen des Altortes beigetragen.

Der Ortsteil wird durch zwei große Straßen in drei Einzelbereiche getrennt. Der westliche und der östliche Teil sind mit mehrgeschossigen Wohnhäusern sowie mit Einfamilienhäusern bebaut. Im Dorfkern und im Süden zur Stadtgrenze hin stehen meist Einzelbauten mit gemischter Nutzung deren baulicher Zustand zum Teil renovierungsbedürftig ist.

Der Hafen ist der westliche Teil eines Gewerbe- und Industriegebietes südlich des Mains. Die Bebauung besteht meist aus Gewerbeanlagen sowie aus großen Industriebetrieben. Wohngebiete befinden sich in diesem Stadtteil nicht. Wohnflächen sind nur im Rahmen der Gewerbebebauung in den einzelnen Betrieben vorhanden.

Wohngebiet

In Oberndorf gibt es die Dr. Pfeiffer-Volksschule und die Pestalozzi-Schule Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Weiterhin gibt es im Stadtteil zwei Kindertageseinrichtungen der Pfarreien St. Josef und der Kreuzkirche. Die Kita St. Josef hat seit Juli 2015 seine Türen auch als Familienstützpunkt im Stadtteil geöffnet.

In Oberndorf wird Kinder- und Jugendarbeit zum einen in den Jugendräumen Oberndorf zum anderen durch die Gemeinden St. Josef und Kreuzkirche gewährleistet. Sportangebote werden durch den ansässigen Turnverein Schweinfurt-Oberndorf 1862 zur Verfügung gestellt. In der Turnhalle der Dr.-Pfeiffer-Volksschule gibt es zusätzlich noch Angebote weiterer Sportvereine.

Frei- und Spielflächen sind aufgrund des dörflichen Charakters ideal für Kinder, auch der Verein stellt Flächen zur Verfügung. Angebote, die sich speziell an Jugendliche richten, gibt es zu wenig und auch die Spiel- und Freiflächen sind eher auf die Bedürfnisse von Kleinkindern und Schulkindern ausgerichtet.

Gewerbegebiet

Teile im Nordwesten sowie im Südosten sind in Oberndorf sind als Tempo30-Zone ausgewiesen. Die restlichen Straßen unterliegen der Stadtbegrenzung von 50 km/h. Erschwerend kommt hinzu, dass in Oberndorf Durchgangsverkehr Richtung Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld herrscht und deshalb einige Straßen, wie die Ernst-Sachs-Straße, die Hauptstraße und die Engelbert-Fries-Straße, stark befahren werden. Diese Verkehrsituation schränkt vor allem die Bewegungsfreiheit der Kinder ein.

Die Anbindung an die Innenstadt besteht für den nördlichen Teil von Oberndorf durch die Stadtbuslinie Oberndorf, für den südlichen Teil besteht eine Anbindung durch die durchführende Buslinie Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld. Die Verbindungen zur Hauptverkehrszeit im 30-Minuten-Takt sind als eher schlecht zu beurteilen.

Bevölkerungssituation im Planungsgebiet

Die Gebiete Oberndorf und Hafen machen mit 2482 zum 31.12.2016 (vgl. 2014 2489, 2010 2561, 2001 2474) 5% der Gesamtbevölkerung Schweinfurts aus, Oberndorf / Hafen ist das kleinste Planungsgebiet.
Die Gebiete Hafen, Baggersee und Maintal sind mit 17 gemeldeten Einwohnern im Rahmen der Beschreibung zu vernachlässigen.

Migration

Zum 31.12.2016 haben 663 von 2482 Personen (vgl. 2014 603 von 2489) im Planunggebiet Migrationshintergrund, da sind 27% (vgl. 2014 24%) also gut ein Viertel der Bevölkerung Oberndorfs.
Der Ausländeranteil von 14,9% (vgl. 2014 12,1%, 2010 11%, 2001 10,8%) entspricht annähernd der Quote des Gesamtstadtgebiets mit 16,5% (vgl. 2010 11,7%). Der Anteil der Doppelstaatler beträgt 11,8% und liegt 4,3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Gesamtstadtgebiets.

Innerhalb dieses Stadtteils wird im Rahmen der Jugend- und Familienhilfe die Jugendhilfe im Strafverfahren (Jugendgerichtshilfe) nicht sehr häufig in Anspruch genommen. Öfters werden in Oberndorf die Vormundschaftsgerichtshilfe und ambulante Maßnahmen benötigt. In Anspruch nehmen diese Maßnahmen meistens alleinerziehende Mütter, die aufgrund zerrütteter Familienverhältnisse oft keine Hilfe durch Verwandte und Bekannte erhalten.

Allgemein

Allgemein ist festzuhalten, dass das Gebiet Oberndorf als intakter und sozial gefestigter Stadtteil beschrieben werden kann. Der Ausländeranteil liegt im Durchschnitt.
Speziell für die Kinder bieten Vereine, Kirchengemeinden und die Kommune zahlreiche Angebote an, für die Jugendlichen gibt es allerdings weniger Angebote. Die Verkehrssituation wirkt sich negativ auf den Stadtteil aus. Durch drei große und viel befahrene Straßen wird der Stadtteil in drei Teilbereiche getrennt, dadurch wird vor allem die Bewegungsfreiheit der Kinder eingeschränkt.