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Haardt / Eselshöhe

Bezirke 34 / 35

Beschreibung des Planungsgebietes

Beschreibung

Das nach 1965 entstandene Stadtgebiet Haardt ist zum einen Teil mit Einzelhäusern besserer Qualität bebaut und zum anderen durch großzügig konzipierte Wohnblocks geprägt. Der erste Bauabschnitt bestand vorwiegend aus Einzelhäusern gehobenen Standards. Ein Teil der Wohnanlagen wurde speziell als altengerechter Wohnraum geschaffen. Die bauliche Entwicklung der Haardt kann als abgeschlossen angesehen werden. Die Bebauung des Gebietes Eselshöhe zeigt eine ähnliche Struktur, ist jedoch zum größeren Teil mit Reihenhäusern und freistehenden Einfamilienhäusern bebaut. Die Eselshöhe ist der jüngste Stadtteil Schweinfurts. Der Standart des Wohnraumes in den zwei Gebieten kann als gehoben bezeichnet werden. Eine Ausdehnung der Eselshöhe in nördliche Richtung ist im Rahmen des Bebauungsplanes vorgesehen.
Weder an der Haardt noch an der Eselshöhe gibt es eine Schule oder einen Hort, an der Eselshöhe einen Kindergarten, St. Elisabeth. Sowohl die Eselshöhe als auch der Stadtteil Haardt verfügen über keine Jugendeinrichtung der Stadt Schweinfurt. Der von der Offenen Jugendarbeit betreute, in Kooperation mit St. Anton entstandene Jugendtreff an der Eselshöhe ist seit Sommer 2001 geschlossen. Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit wird von St. Anton durch Jugendgruppen im Pastoralgebäude an der Eselshöhe geleistet. Es stehen zwei Spielplätze und ein Bolzplatz für Kinder und Jugendliche der Haardt zur Verfügung, die aber teilweise schwierig zu erreichen sind. An der Eselshöhe gibt es Spielmöglichkeiten, diese sind jedoch nur auf die Bedürfnisse von Klein- und Schulkindern ausgerichtet.
Sowohl die Eselshöhe als auch die Haardt sind für sich komplett als Tempo30-Zone ausgewiesen. Die beiden Stadtteile werden durch die viel befahrene Dittelbrunner Straße mit der Begrenzung 50 km/h getrennt. Da die Busse in der Hauptverkehrszeit nur im 20- bis 30-Minuten-Takt fahren, ist die Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel als eher schlecht zu bezeichnen.

Bevölkerungssituation im Planungsgebiet

Altersverteilung

Bevölkerungsstruktur

Aufgrund der Altersverteilung lässt sich klar erkennen, dass an der Eselshöhe und der Haardt sehr viele Familien wohnen. Der Anteil der 35- bis 55-Jährigen, der momentanen Elterngeneration, ist mit 30,8% um 4,1%  höher als der Durchschnitt im Gesamtgebiet Schweinfurt. Es ist einen Überhang in der Generation von 14 bis 20 Jahren zu erkennen. Die altengerechten Wohnungen sind nur zu einem Teil von älteren Mitbürgern bewohnt, was den Anteil der älteren Generationen unter den Durchschnitt sinken lässt. Mit zum 31.12.2010 4171 (vgl. 2006 3912, 2001 3946) gemeldeten Personen leben 7,8 % der Bevölkerung Schweinfurts an der Haardt und an der Eselshöhe.  1715 Personen leben davon an der Haardt, 2456 Personene an der Eselshöhe.

Migrationshintergrund

Mit einer Ausländerquote von 4,8 % (vgl. 2005 4,1 %) hat das Planungsgebiet einen niedrigen Anteil an ausländischen Mitbürgern, auch die Doppelstaatler liegen mit 12,4 % (vgl. 2005 9,7 %) 2,8 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Gesamtstadtgebietes.

Status der Stadtteilbevölkerung

An der Eselshöhe nehmen seit etwa fünf Jahren Fälle der Jugendgerichtshilfe ab. Auch Scheidungen und dadurch die Inanspruchnahme der Familiengerichtshilfe sind weniger geworden. Die Klientel der Jugend- und Familienhilfe in diesem Gebieten zeigt kein soziales Gefälle.

Allgemein

Sowohl an der Haardt als auch an der Eselshöhe ist der Wohnraumstandard überwiegend gehoben, dementsprechend zieht es vor allem sozial besser gestellte Personen oder Familien in diese Gebiete. An der Haardt gibt es aber neben Einzelhäusern auch Wohnblocks, deren Qualität gesunken ist und so für Personen oder Familien in schlechterer finanzieller Lage interessant ist. Daraus ergeben sich verschiedene Kreise von Kindern und Jugendlichen. Die eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen wird zu Freizeitaktivitäten von ihren Eltern gefahren, d.h. sie sind mit Hilfe ihrer Eltern mobil und nicht auf Angebote innerhalb des Stadtteils angewiesen. Die andere Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die aus sozial schwachen Familien kommt, ist häufig an den Stadtteil gebunden, der jedoch abgesehen von der Verkehrsberuhigung keine infrastrukturellen Vorraussetzungen für Kinder bietet.