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Gartenstadt / Nördlicher Stadtteil

Bezirke 32 / 33

Beschreibung des Planungsgebietes

Beschreibung

Ursprünglich als Kleinsiedlungsgebiet ("Reichsheimstätte“) um 1930 begonnen, stellt sich heute die Struktur dieses Wohnstadtteils als Mischung von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Geschossbauten dar, von denen ein erheblicher Teil erst in den Jahren nach 1960 entstand. Die mehrgeschossigen Wohnhäuser wurden in den letzten Jahren an den heutigen Ausstattungsstand angepasst. Die oben bezeichneten Einzel- und Reihenhäuser wurden ebenfalls in den letzten Jahren zum überwiegenden Teil modernisiert. Zwischen Galgenleite und dem alten Wartweg entsteht eine kleine Siedlung mit Eigenheimen.
Die sog. "Theuerbrünnleinsiedlung" im Norden des Gebietes weist eine relativ einheitliche Struktur auf: Reihenhauszeilen und Einzelhäuser im neuen Teil, daneben einige Wohnblocks am Westrand, fast ausschließlich kleine Siedlungsdoppelhäuser im älteren Teil.

In der Gartenstadt gibt es eine Volksschule (Gartenstadt Volksschule) und vier Kindertageseinrichtungen/Kindergärten (Maria Hilf, Christuskirche, Auenstraße, St. Anton).
39% (vgl. 37 % 2014) der Kinder in den Kitas der Gartenstadt sind Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Den höchsten Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in diesem Planungsgebiet hat die Kita St. Anton mit 51% (2014 44%).
Im Gebiet Gartenstadt/Nördlicher Stadtteil gibt es zwar keine eigene Jugendeinrichtung der Stadt Schweinfurt, im angrenzenden nordwestlichen Stadtteil befindet sich aber das Jugendhaus, dessen Einzugsgebiet auch die Gartenstadt ist. Das Klientel reicht vom Teenie bis zum jungen Erwachsenen, aber es werden vor allem auch Angebote für Kleinkinder und Familien gemacht. Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit leisten die Gemeinden Christuskirche, Maria-Hilf und St. Anton. Sportangebote werden durch den ansässigen Verein FTS bereitgestellt, weiterhin existiert ein breites Angebot Schweinfurter Sportverbände in der Turnhalle und im Schwimmbad der Gartenstadt-Volksschule. Frei- und Spielflächen sind in der Gartenstadt beziehungsweise im nördlichen Stadtteil ausreichend vorhanden, jedoch kaum auf die Bedürfnisse von Jugendlichen im Alter zwischen 15–18 Jahren ausgerichtet.


Der in sich verkehrsberuhigte südöstliche Teil der Gartenstadt wird vom restlichen ebenfalls verkehrsberuhigten Gebiet der Gartenstadt durch die viel befahrene Benno-Merkle-Straße mit der Begrenzung 50 km/h getrennt. Genau an dieser Straße befindet sich auch der Kindergarten der Christuskirche.

Im nördlichen Stadtteil in Richtung Innenstadt bietet sich für die Kinder eine eher schlechte  Verkehrssituation, da sich hier zwei viel befahrene Straßen mit der Begrenzung 50 km/h kreuzen. Im Norden dieses Stadtteil entspannt sich dann die Situation durch Ausweisungen von kleinen Tempo30-Zonen teilweise. Generell kann man sagen dass der nördliche Stadtteil durch die Verkehrsführung keine in sich geschlossene Einheit bilden kann.

Die Anbindung durch die öffentlichen Verkehrsmittel ist eher schlecht. Zu den Hauptzeiten fährt der Bus ungefähr alle 20 Minuten, ansonsten in noch größeren Abständen.

Bevölkerungssituation im Planungsgebiet

Bevölkerungsstruktur - Generationswechsel

Die Bevölkerungsstruktur entspricht in etwa dem Durchschnitt in Schweinfurt. Viele junge Familien ziehen in frei werdende Einfamilienhäuser in der Gartenstadt. In diesem Gebiet lebten zum 31.12.2016 5893 (vgl. 2014 5822) Personen.

Migration

Der Ausländeranteil liegt zum 31.12.2016 bei 10,6 % (vgl. 2014 8,7%, 2003 bei 5,8%). Im Vergleich zum Gesamtgebiet Schweinfurts mit 16,4% (vgl. 2014 13,2%) liegt der Ausländeranteil um 5,8 Prozentpunkte niedriger. Dazu tragen vermutlich die vielen Eigenheime sowie eine gewachsene Struktur in diesem Planungsgebiet bei.

Die Klientel der Jugend- und Familienhilfe in diesem Gebiet ist überwiegend sozial schwach und wohnt aufgrund der finanziellen Situation meistens in Gebäuden mit schlechter Bausubstanz, in welchen der Wohnraum billig ist. Betroffene Bereiche in der Gartenstadt sind insbesondere die Galgenleite, im nördlichen Stadtteil die Ludwig-Thoma-Straße und die Dittelbrunner Straße. Die angebotenen Maßnahmen der Jugend- und Familienhilfe nehmen häufig auch Alleinerziehende in Anspruch.

Allgemein

In der Gartenstadt findet ein Generationswechsel statt, die alteingesessene Bevölkerung nimmt ab, junge Familien ziehen in frei werdende Einfamilienhäuser zu.
Die Wohnsituation in der Gartenstadt und im nördlichen Stadtteil ist für Kinder eher geeignet als für Jugendliche, da infrastrukturelle Mängel häufig genau diese Zielgruppe betreffen. Dazu gehört beispielsweise die eher schlechte Verkehrsanbindung durch den Bus und das Fehlen von Frei- und Spielflächen, die auf die Bedürfnisse von Jugendlichen ausgerichtet sind.